{"id":122,"date":"2015-01-04T02:04:25","date_gmt":"2015-01-04T01:04:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ps-gersbach.de\/?page_id=122"},"modified":"2015-01-04T17:03:30","modified_gmt":"2015-01-04T16:03:30","slug":"kapitel-08-die-muehlen-im-felsalb-und-bluemelstal","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/?page_id=122","title":{"rendered":"Kapitel 08 &#8211; Die M\u00fchlen im Felsalb- und Bl\u00fcmelstal"},"content":{"rendered":"<p>Kapitel 08<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die M\u00fchlen im Felsalb- und Bl\u00fcmelstal<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von Fritz Burger<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die M\u00fchlen im Bl\u00fcmelstal<\/p>\n<p>Gut zwei Drittel der ehemaligen Gersbacher Banngrenze ist eine nasse Grenze. Sie folgt vom Knoppbrunnen dem Wasserlauf in die Bl\u00fcmelsbach und mit ihm bis zur Hengsberger Furt. Nach Osten zieht die Grenze durch den Forellengrund in die Felsalb bis zur Eselsdell. In der Gersbacher Geschichte gab es f\u00fcr die Gersbacher aber immer nur eine M\u00fchle, die Eichelsbacher M\u00fchle an der Furt \u00fcber die Felsalb.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bevor wir in der Geschichte der Gersbacher Bannm\u00fchle bl\u00e4ttern, soll an die M\u00fchlen im Bl\u00fcmelstal erinnert werden, die allesamt an der Gersbacher Banngrenze standen, jedoch f\u00fcr die Pirmasenser, die Fehrbacher und die Hengsberger Bauern mahlten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schon im Jahre 1598 verf\u00fcgt &#8222;Philips Gran zu Hanaus, Herr zu Lichtenberg und Ochsenstein, als legitimus Admirisstrator, da\u00df wir unserem lieben und getreuen Nikolaus Cuiat genannt Becker Nickel&#8230; geg\u00f6nnt und zugelassen haben, ein mahlmulin unten am Dorff Pirmasens zu errichten&#8220;. Diese M\u00fchle stand am Fu\u00dfe des Eischberges, gegen\u00fcber dem Schachen und dem Finkenberg. Schon 1629 wechselte sie den Besitzer, der, sogleich in finanzieller Notlage, die Herrschaft um Erm\u00e4\u00dfigung der M\u00fchlenpacht bat. Im 30j\u00e4hrigen Krieg ging die Bl\u00fcmelsm\u00fchle zugrunde. Erst im Jahre 1699 wieder aufgerichtet, begannen f\u00fcr die sich rasch abwechselnden M\u00fcller kummervolle Jahre.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um 1730 entsteht unterhalb des alten ein neues M\u00fchlengeb\u00e4ude. Im Jahr 1739 \u00fcbernimmt der Eichelsbacher M\u00fcller Johann Krebs die Bl\u00fcmelsm\u00fchle. Auch ihn vertreibt, wie alle anderen Vorg\u00e4nger, die erdr\u00fcckende Schuldenlast. Die Rentkammer in Buchsweiler erlaubt 1742 den Bau einer &#8222;neuen Bl\u00fcmelsm\u00fchle bei der Hengsberger Furt an der Zweibr\u00fcckischen Grenze&#8220;, die alte sollte als Oelm\u00fchle weiter betrieben werden. Wassermangel, Unwetter, die Klagen der Fehrbacher Bauern und der \u00fcberraschende Tod des hochverschuldeten Betreibers f\u00fchrten zum Konkurs. Da auch der landgr\u00e4fliche Obrist Grandfill, der zu vermittlen versuchte, und ein abgedankter, verdienter Grenadier, der als Best\u00e4nder auftrat, die M\u00fchle nicht mehr retten konnte, verzichtete die Rentkammer im Jahre 1787 auf die r\u00fcckst\u00e4ndige M\u00fchlenpacht. Der Landgraf stimmte zu, mit der Auflage, da\u00df die M\u00fchlengeb\u00e4ude abgetragen und nicht wieder aufgerichtet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Blumenauer- oder Pelzm\u00fchle<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Talabw\u00e4rts im damals &#8222;Zweibr\u00fcckischen&#8220; finden sich unterhalb Hengsberg noch wenige Spuren der &#8222;Pelzm\u00fchle&#8220;. Sie wird bereits anno 1403 als Schenkung an das Kloster Hornbach genannt. Die M\u00fchle lag danach bis in das sp\u00e4te 16. Jahrhundert abgebrannt &#8222;darnieder&#8220;. Erneut sank sie im 30j\u00e4hrigen Krieg &#8222;in Asche&#8220;. Erst im Jahr 1688 richtete Nicolaus Beltz aus Eschweiler die M\u00fchle wieder auf. Er ist der Namenspatron der &#8222;Pelzm\u00fcle&#8220;, die 1905 von der Stadt Pirmasens gekauft und niedergelegt wurde. Vorausgegangen war ein jahrelanger Schadensersatzprozess wegen der Verschmutzung des Bl\u00fcmelsbachs durch die Industrieabw\u00e4sser der Stadt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Geschichte der Eichelsbacher M\u00fchle<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnliches Wechselspiel der Besitzer und Best\u00e4nder wie in den M\u00fchlen am Bl\u00fcmelsbach zeigt sich auch bei der von der Felsalb getriebenen Eichelsbacher M\u00fchle. Der Heimatforscher Dr. Albert Jaffe schreibt in der \u201cPf\u00e4lzer Heimat\u201d 1932, Nummer 34, \u00fcber die wechselvolle Geschichte der \u201cEichelsberger oder Eichelsbacher M\u00fchle\u201d. Hermann Kohl berichtete bereits in den Ausgaben 1930, Nummer 32ff, aus den Zwangsversteigerungsakten der Eichelsbacher M\u00fchle aus dem Jahr 1824. Beide Artikel bilden, zusammen mit Informationen von dem auf der Eichelsbacher M\u00fchle geborenen Karl Hauter, im Wesentlichen die Grundlage unserer M\u00fchlengeschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201cDie M\u00fchle zu Eichelspach, (die) j\u00e4hrlich acht Malter Korn gebe\u201d, wird in einer Vergleichsurkunde zwischen den Grafen Simon Wecker und Jakob von Zweibr\u00fccken-Bitsch im Jahr 1534 erstmals erw\u00e4hnt. Der \u201cEichelsperger M\u00fcller\u201d versucht im Jahr 1576 bei der Rentkammer in Buchsweiler \u201cdie Errichtung einer Pirmasenser Dorfm\u00fchle zu hintertreiben.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach einem Lehnsbrief vom 22. August 1631 verleiht Graf Philipp Wolfgang von Hanau-Lichtenberg dem \u201cDiepold Kretzer, M\u00fcller zu Eichelsperg und seiner Ehefrau Margaretha, besagte M\u00fchl und Zubeh\u00f6rd, Wasserfall und -schwall, zu einem j\u00e4hrlichen Zins von f\u00fcnf Malter wohlges\u00e4uberten Korns und Kappen, welche j\u00e4hrlich am Stephanstag (26. Dezember) auf Schlo\u00df Lemberg zu liefern seien.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den Anf\u00e4ngen des 30j\u00e4hrigen Krieges \u201c&#8230;hat die M\u00fchle unwiederbringlichen Schaden erlitten und ging bald darauf durch Brand zugrunde\u201d. Dies wird in einer Verm\u00f6gensaufstellung des Amtes Lemberg aus dem Jahr 1635 best\u00e4tigt&#8230; Zugleich erscheint im Kirchenbuch ein Hans Jacob Faul, M\u00fcller in Gersbach und Simten\u201d. Seine drei Kinder werden in den Jahren 1641 bis 1648 in Gersbach, wahrscheinlicher aber in der Eichelsbacher M\u00fchle, geboren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einem Bericht des Amtsschaffners Fleischmann vom 6. Februar 1736 findet sich die Aussage des \u201cnunmehr 60j\u00e4hrigen B\u00fcrgers und Schwanenwirts Jakob Hauck, dessen verstorbener Vater den mit Gestr\u00fcpp verwachsenen Platz, wo die M\u00fchle gestanden habe&#8230; gekauft und die M\u00fchle neu aufgebaut habe. Dieser habe einen Lehnsm\u00fcller mit dem Betrieb der M\u00fchle betraut, welcher totgeschlagen worden und dessen \u00dcberreste aus der in Brand gesteckten M\u00fchle noch geborgen worden seien\u201d. Diese Aussage wird best\u00e4tigt durch eine Notiz im Pirmasenser Kirchenbuch: \u201cDen 21.Mai (1689) ist zu abend ohnversehens anher gebracht worden, das \u00fcbrige, der halbe Kopf und halbe Leib ohne Arme und Beine vom M\u00fcller zu Eichelspach, der in denselben Tag sampt der M\u00fchle verbrannt worden; reform. religion, alters beinahe 50 Jahre. Wie es mit zuging, ist ohnbewu\u00dft.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Georg Hauck baute die abgebrannte M\u00fchle zum zweitenmal auf, verkaufte sie 1696 an den M\u00fcller Baltzer Lang. Im Juni 1708 verpachtet Lang die M\u00fchle, gegen eine Jahrespacht von 60 Gulden und 10 Batzen, an den \u201cHofmann von Lemberg, Peter Traxel und den Andreas Seebach von Annweiler\u201d. Nach dem Tod Baltzer Lang kam die M\u00fchle in den Besitz\u00a0 der S\u00f6hne Johann Joachim und Hans Adam. Ersterer, mit Margareta, geborene Stephan, aus Eppenbrunn verheiratet, verkaufte seinen Anteil 1734 an den Pirmasenser Johann Krebs, der um 1739 als Best\u00e4nder der Bl\u00fcmelsm\u00fchle erscheint. Johann Joachim erhielt von der Rentkammer die Erlaubnis, \u201cgegen\u00fcber der v\u00e4terlichen M\u00fchle, auf Vinninger Bann, ein zweist\u00f6ckisches Wohnhaus zu errichten. Gleichzeitig wurden ihm 20 Morgen Wilderungsland \u00fcberlassen\u201d.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da Johann Krebs seine Verpflichtungen nicht einhalten konnte und auch Hans Adam Lang seinen Halbteil verkaufte, geh\u00f6rte die M\u00fchle ab 1736 dem Pirmasenser L\u00f6wenwirt Hans Adam Kiefer und dem Vinninger Schwanenwirt Johann Jakob Hauck. Erbe Kiefers war der M\u00fcller Johann L\u00f6ffler, der bis zum Jahre 1743 den M\u00fchlenbetrieb mit Hauck gemeinschaftlich f\u00fchrte. Nach einer im Jahre 1767 vorgenommen M\u00fchlenz\u00e4hlung im Amt Lemberg waren zu jener Zeit Valentin Stephan, der Schwiegersohn L\u00f6fflers, und Friedrich Hauck, der Sohn des Schwanenwirts, die Besitzer der Eichelsbacherm\u00fchle. Erst in der folgenden Generation kam nach dem Tod von Friedrich Hauck und der Versteigerung dessen Halbteils die M\u00fchle 1787 wieder in eine Hand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Besitzer Georg Stephan erhielt im Juni 1789 die Erlaubnis, \u201cauf einem zwischen der Getreidem\u00fchle und der Papierm\u00fchle gelegenen Platz eine \u00d6lm\u00fchle erbauen zu d\u00fcrfen\u201d. Stephan, ein gesch\u00e4ftst\u00fcchtiger Mann, sp\u00fcrte schon bald die Mi\u00dfgunst des M\u00fcllers Peter Groh von der Rehm\u00fchle, der ihn gerichtlich belangte, \u201cweil er entgegen der Zunftartikel mit dem Fuhrwerk in den D\u00f6rfern das mahlgut abhole und ihm so die Kunden absp\u00e4nnstig mache\u201d.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die M\u00fchle wird zwangsversteigert<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schon bald kam Stephan in finanzielle Not. Das im Jahre 1809 \u00fcbernommene Darlehen konnte er nicht abl\u00f6sen. Schon 1816 gerichtlich angemahnt, kam es schlie\u00dflich im Januar 1825 zur Zwangsversteigerung des gesamten M\u00fchlengutes, das verteilt in den Gewannen des Vinninger, Winzler und Gersbacher Bannes gelegen war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich erwarben der Pirmasenser Notar Ludwig Jeambay und dessen Ehefrau, geborene Ventor, die M\u00fchle und den gesamten Grundbesitz. Nach dem Versteigerungsprotokoll bestehend aus: \u201c&#8230;.einer Mahlm\u00fchle, aus zwei Mahl- und einem Sch\u00e4lgang, Gipsm\u00fchle, Oelm\u00fchle und Hanfstampe, ferner in einem zweist\u00f6ckigen Wohnhaus, zwei Scheunen, eine jede mit einem doppelten Stall f\u00fcr Zugvieh, mehreren Schweinest\u00e4llen, Sch\u00e4ferei, Hirtenhaus, Brennhaus, Hofraum und Garten, nebst allen Zubeh\u00f6rungen im Eichelsbacher Tal gelegen\u201d, samt 57 Tagwerk, 39 Dezimalen Acker- und Wiesenland. Jeambay jr., der das elterliche Erbe antritt, l\u00e4\u00dft das Anwesen um 1840 um ein weiteres Wohnhaus erweitern, verkaufte jedoch schon um 1850 die M\u00fchle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zeit bis 1893 liegen widerspr\u00fcchliche Angaben vor. Einmal wird als Besitzer der M\u00fcller Adolf Berger genannt, dann Johannes oder Christian G\u00fcngerich, der sp\u00e4ter die \u201cAlte Pirmasenser Ziegelh\u00fctte\u201d \u00fcbernahm, die im Jahre 1881 ein Raub der Flammen geworden war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Besitzer der Eichelsbacher M\u00fchle ist nach 1896 der M\u00fcller Nikolaus H\u00f6bel, danach dessen Tochtermann, der M\u00fcller Christian Traxel. In den zwanziger Jahren \u00fcbernimmt dessen Schwiegersohn, Emil Hauter, der der gro\u00dfen menonitischen M\u00fcller-Sippe Hauter entstammt, die M\u00fchle in Besitz. \u201cDieser brachte die M\u00fchle in einen ordentlichen Zustand , regulierte den Wasserstand, so da\u00df nicht nur geschrotet, sondern auch Mehl gemahlen werden konnte\u201d, erinnert sich Karl Hauter an seine Vorfahren. Das in Bruchweiler gefertigte M\u00fchlrad hatte einen\u00a0 Durchmesser von f\u00fcnf Metern. Mit Wasserkraft und Dynamo wurde Strom erzeugt. Hauter: \u201cDie meisten Kunden aus Gersbach und Winzeln kamen mit dem Hanwagen, und wer den nicht hatte, kam mit einem Stumpen Korn oder Weizen auf dem Buckel\u201d.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Etwa 30 Leute wohnten auf der Eichelsbacher M\u00fchle, arbeiteten in der Landwirtschaft oder in der M\u00fchle &#8211; es waren neben den Hauters die Familien Kreutz, Schalch, Hatzfeld und Seegm\u00fcller &#8211; bis zum Bau des Westwalles. Die M\u00fchle stand dem geplanten Stausee im Weg. Alle im Talgrund stehenden Geb\u00e4ude wurden abgetragen, die \u00fcbrigen enteignet und die Familie Hauter im Jahre 1938 auf die Kirschbacher M\u00fchle \u201c\u00fcbersiedelt\u201d. Aus milit\u00e4rischen Gr\u00fcnden musste der landwirtschaftliche Betrieb weitergef\u00fchrt und die 20 Milchk\u00fche, die auch auf die Weide gingen, gemolken werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nur noch Erinnerungen an die alte M\u00fchle<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wieder war es \u201cmilit\u00e4rischer Bedarf\u201d, f\u00fcr den im Kirchbacher Wald, zur Anlage eines Tanklagers, Gel\u00e4nde abgetreten werden musste. Der Landwirt Hege erhielt daf\u00fcr im Jahre 1954\/55 die Eichelsbacher M\u00fchle. Aus dem wiederinstandgesetzten Wohngeb\u00e4ude wurde ein Freizeitheim. Im Tal enstand eine Minigolfbahn und gegen\u00fcber, auf Vinninger Bann, erbaute die Familie Kreutz eine Gastst\u00e4tte. Nur der landwirtschaftliche\u00a0 Betrieb erinnert noch an die \u201calte M\u00fchle\u201d in der Eichelsbach\u201d. W\u00e4hrend dieser Beitrag geschrieben wird, stirbt der letzte M\u00fcller von der Eichelsbach, Emil Hauter, im gesegneten Alter von 97 Jahren, auf der Kirschbacher M\u00fchle.<\/p>\n<p>In den Anf\u00e4ngen des 30j\u00e4hrigen Krieges \u201c&#8230;hat die M\u00fchle unwiederbringlichen Schaden erlitten und ging bald darauf durch Brand zugrunde\u201d. Dies wird in einer Verm\u00f6gensaufstellung des Amtes Lemberg aus dem Jahr 1635 best\u00e4tigt&#8230; Zugleich erscheint im Kirchenbuch ein Hans Jacob Faul, M\u00fcller in Gersbach und Simten\u201d. Seine drei Kinder werden in den Jahren 1641 bis 1648 in Gersbach, wahrscheinlicher aber in der Eichelsbacher M\u00fchle, geboren.<\/p>\n<p>Da Johann Krebs seine Verpflichtungen nicht einhalten konnte und auch Hans Adam Lang seinen Halbteil verkaufte, geh\u00f6rte die M\u00fchle ab 1736 dem Pirmasenser L\u00f6wenwirt Hans Adam Kiefer und dem Vinninger Schwanenwirt Johann Jakob Hauck. Erbe Kiefers war der M\u00fcller Johann L\u00f6ffler, der bis zum Jahre 1743 den M\u00fchlenbetrieb mit Hauck gemeinschaftlich f\u00fchrte. Nach einer im Jahre 1767 vorgenommen M\u00fchlenz\u00e4hlung im Amt Lemberg waren zu jener Zeit Valentin Stephan, der Schwiegersohn L\u00f6fflers, und Friedrich Hauck, der Sohn des Schwanenwirts, die Besitzer der Eichelsbacherm\u00fchle. Erst in der folgenden Generation kam nach dem Tod von Friedrich Hauck und der Versteigerung dessen Halbteils die M\u00fchle 1787 wieder in eine Hand.p<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 08 &nbsp; Die M\u00fchlen im Felsalb- und Bl\u00fcmelstal &nbsp; Von Fritz Burger &nbsp; Die M\u00fchlen im Bl\u00fcmelstal Gut zwei Drittel der ehemaligen Gersbacher Banngrenze ist eine nasse Grenze. 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