{"id":124,"date":"2015-01-04T02:11:30","date_gmt":"2015-01-04T01:11:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ps-gersbach.de\/?page_id=124"},"modified":"2015-01-04T17:04:02","modified_gmt":"2015-01-04T16:04:02","slug":"kapitel-09-landwirtschaft-in-gersbach","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/?page_id=124","title":{"rendered":"Kapitel 09 &#8211; Landwirtschaft in Gersbach"},"content":{"rendered":"<p>Kapitel 09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Landwirtschaft in Gersbach<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von Arno Schmitt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201cGersbach, das Dorf der Ackerer und Weber\u201d &#8211; der Name macht es schon deutlich: Landwirtschaft hat in dem Pirmasenser Vorort Tradition. Viehzucht und Ackerbau waren die Grundlagen f\u00fcr das Entstehen des kleinen Dorfes in der Waldmark Pirmasens, Landwirtschaft sicherte \u00fcber Jahrhunderte das \u00dcberleben der Gersbacher, war \u00fcberhaupt Voraussetzung f\u00fcr die Existenz des kleinen \u201cBauerndorfes\u201d. Erst in der Neuzeit hat sich diese lange Tradition verloren, von dem allgemeinen H\u00f6festerben in Deutschland war in gleicher Weise auch Gersbach betroffen. Auch wenn heute bei einem \u00fcbriggebliebenen Vollerwerbsbetrieb und nur noch wenigen Nebenerwerbsbauern die Landwirtschaft nur noch eine untergeordnete Bedeutung im Ort hat, auch wenn nur noch &#8211; l\u00e4ngst anderweitig genutzte Bauernh\u00e4user und Scheunen &#8211; an diese gro\u00dfe Zeit der Landwirtschaft im Dorf erinnern, in einer \u201cGersbacher Ortschronik\u201d d\u00fcrfen Ackerbau und Viehhaltung nicht fehlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Gersbacher Gemarkung erstreckt sich \u00fcber eine Fl\u00e4che von 591 Hektar und liegt zwischen 266 Meter nahe der Hengsberger K\u00e4ranlage an der tiefsten Stelle und 392 Meter &#8211; im Bereich des ersten Feldweges rechts nach der\u00a0 Sangstra\u00dfe &#8211; an ihrer h\u00f6chsten Erhebung \u00fcber dem Meeresspiegel. Die mittleren Klimawerte sind eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 8,2 Grad Celsius und eine durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge von 780 Millimetern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Bereich der Anh\u00f6hen befinden sich Lehmb\u00f6den, die zum Teil sehr flachgr\u00fcndig sind und oft auch zur Staun\u00e4sse neigen. Sie f\u00fchrt bei der Fr\u00fchjahrsfeldbestellung zu Verz\u00f6gerungen, da die B\u00f6den nur langsam abtrocknen und dadurch sp\u00e4t befahrbar werden. Andererseits ist der Boden besonders empfindlich bei Trockenperioden, was zu starken Ertragsminderungen f\u00fchren kann. Im Hangbereich ver\u00e4ndert sich die Bodenart, der Lehm vermischt sich mit Sand. Aber auch hier bleibt der Boden recht flachgr\u00fcndig und oft steinig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist anzunehmen, da\u00df weite Teile der Gersbacher Gemarkung in fr\u00fcheren Zeiten bewaldet waren. Auf einer Karte von Tilemann Stella aus dem Jahr 1564 sind der gesamte \u201cEselskopf\u201d, der \u201cM\u00fchlberg\u201d bis hin zum \u201cBreitsitterswald\u201d, der \u201cHoorige Wald\u201d &#8211; heute gr\u00f6\u00dftenteils in den Bereichen Breitsitterstra\u00dfe und am alten Friedhof bebaut &#8211; und der &#8222;Scheuerwald&#8220; als Waldgebiete eingezeichnet. Auf einer Flurkarte von 1840 sind die vorgenannten Gewanne alle in meist schon stark unterteilten Flurst\u00fccken als \u00c4cker und Wiesen ausgewiesen. Dies l\u00e4\u00dft darauf schlie\u00dfen, da\u00df unsere Vorfahren diese Fl\u00e4chen in den dazwischenliegenden 300 Jahren gerodet und urbar gemacht haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fr\u00fcher lebten alle B\u00fcrger in Gersbach von der Landwirtschaft, die sich aus der H\u00fctehaltung auf Freifl\u00e4chen wie Waldlichtungen oder Talauen mit Schweinen, Schafen, Ziegen, G\u00e4nsen und Enten entwickelt hat. Zu erw\u00e4hnen ist auch die Eichel- und Bucheckermast bei der Schweineh\u00fctehaltung im Wald. Es ist anhand fr\u00fcherer Lagepl\u00e4ne (um 1840) zu vermuten, da\u00df bei den meisten, vielleicht auch bei allen Familien in Gersbach Vieh gehalten wurde, da \u00fcberall auf den Karten Geb\u00e4ude mit Wohnungen, Scheunen und Stallungen als eine Einheit eingezeichnet sind. Mit der zunehmenden Bev\u00f6lkerung &#8211; 1840 waren zirka 60 Familien im Ort ans\u00e4ssig &#8211; wurde auch der Bedarf an Nahrungs- und Bedarfsg\u00fctern immer gr\u00f6\u00dfer, was zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft in vielen Formen veranlasste. Das Leben im Dorf war aber bis in das 20. Jahrhundert \u00fcberwiegend auf Selbstversorgung ausgerichtet. In einer Statistik aus dem Jahr 1941 sind nur 6,92 Hektar (69.200 Quadratmeter) Gartenland und 1.100 Quadratmeter Ziergarten und Rasen f\u00fcr den Ort verzeichnet: Ein Beweis daf\u00fcr, da\u00df es fr\u00fcher wichtig war, sich selbst mit Nahrungsmitteln zu versorgen.<\/p>\n<p>Durch Feldfutteranbau und dadurch vermehrte Stallhaltung wurde es m\u00f6glich, die Erzeugung von Nahrungs- und Bedarfsg\u00fctern zu intensivieren. Tierische Nahrungsmittel waren vor allem Fleisch und Fett von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Federvieh, welches frisch, gesalzen und ger\u00e4uchert verzehrt wurde, aber auch Milch und daraus erzeugte Produkte wie Butter, Rahm und K\u00e4se, hinzu kommen auch Eier von H\u00fchnern, Enten und G\u00e4nsen. Die Tierhaltung lieferte aber auch Felle f\u00fcr Bekleidung, Teppiche und Bettdecken, sowie Leder f\u00fcr Schuhe und Wolle zum Spinnen und Weben. Federn, \u00fcberwiegend G\u00e4nsefedern, dienen bis heute als F\u00fcllmaterial der Bettdecken und Kopfkissen. Bienen wurden wegen der Honiggewinnung und dem Best\u00e4uben der Bl\u00fcten gehegt und gepflegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vom Ackerwagen zum Schlepper<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unsere Vorfahren bewerkstelligten die gesamte Landwirtschaft mit denen ihnen unmittelbar zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln. Die einzige einsetzbare Energie war die Muskelkraft der Menschen und Zugtiere. Als Zugtiere f\u00fcr Wagen, Pflug und Egge wurden Pferde, Ochsen und K\u00fche, sogenannte \u201cFuhrk\u00fche\u201d, die auch noch gemolken wurden, eingesetzt. 1949 gab es in Gersbach 101 Pferde und 36 Arbeitsk\u00fche. Wagen, Pflug und Egge, oft selbst aus Holz gefertigt, waren fr\u00fcher die einzigen Ger\u00e4te, die der Landbev\u00f6lkerung die Arbeit etwas erleichterten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch vermehrt eingef\u00fchrte Stallhaltung und verst\u00e4rkten Futterbau wurden Transportarbeiten verschiedenster Art immer umfangreicher. Dazu wurden vorwiegend vom Wagner aus Eichenholz gefertigte, eisenbereifte Wagen eingesetzt. Das Material zum Bauen und Erweitern von Wohn- und Wirtschaftsgeb\u00e4uden mu\u00dfte auch selbst herbeigeschafft werden. Benutzt wurden Sandsteine aus den Steinbr\u00fcchen \u201cAm M\u00fchlberg\u201d, \u201cAm Knoppbrunnen\u201d, \u201cAm Kohlberg\u201d und aus einigen kleineren Steinbr\u00fcchen ohne Bezeichnung, Holz aus den umliegenden W\u00e4ldern und Lehm, der in den H\u00f6henlagen unserer Gemarkung vorkommt. Der Steinabfall bei der Bruchsteinherstellung wurde zum Ausbau der Wege verwendet. Solche Wegeunterhaltungsma\u00dfnahmen mussten bis in dieses Jahrhundert gemeinschaftlich und unentgeltlich erbracht werden. Bei solchen Ma\u00dfnahmen waren bis zu 30 Personen im Einsatz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Je nach Art der Transportg\u00fcter wurden Ackerwagen in schwerer oder leichter Ausf\u00fchrung mit Leiter- oder Kastenaufbau eingesetzt. Leichtere Ackerwagen wurden oft f\u00fcr Transporte von Saatgut, Egge und Pflug zum Feld, sowie mit Leiteraufbau zum Heuholen genutzt. Der Gespannf\u00fchrer sa\u00df dabei im vorderen Bereich des Wagens auf einem quergelegten Sitzbrett. Zum Getreideholen wurde der Wagen mit einem Tuch ausgelegt, damit keine K\u00f6rner verloren gingen. Beim Heu- und Strohholen war im vorderen Bereich des Wagens eine senkrechte Leiter angebracht. Diese diente zum Absteigen des beladenen Wagens und zum Einschieben des \u201cWiesbaumes\u201d &#8211; eine lange Stange, die \u00fcber das Heu oder Stroh zur Stabilisierung gelegt wurde -, der am hinteren Ende des Wagens mit zwei Seilen \u00fcber eine Winde heruntergezogen wurde. Damit wurde erreicht, da\u00df die ganze Wagenladung fest zusammenhielt. Ebenfalls mit dem Leiteraufbau wurde fr\u00fcher \u201cStreusel\u201d im Wald geholt. \u201cStreusel\u201d war trockenes Laub, das in das Laubtuch eingebunden wurde und im Viehstall als Einstreu diente. Schon an dieser Situation ist zu erkennen, da\u00df der Getreidebau auf der Gemarkung relativ gering und damit der Strohanteil als Einstreu recht d\u00fcrftig war. Auch das Jauchefa\u00df wurde auf dem dann \u201cabger\u00fcsteten\u201d Leiterwagen transportiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schwerere Ackerwagen wurden mit Kastenaufbau zum Mistfahren, R\u00fcben- und Kartoffeltransport genutzt. Um die Ladekapazit\u00e4t zu erh\u00f6hen, wurden Aufstellbretter benutzt. Auch anderes Sch\u00fcttmaterial wurde transportiert, etwa Bausteine und Steinschotter zum Wegebau, aber auch Scheidholz als Brennmaterial. Solche Ackerwagen wurden auch \u201cabger\u00fcstet\u201d &#8211; der Aufbau wurde entfernt-, das hei\u00dft Seiten-, Kopf- und Bodenbretter wurden weggenommen und nur der Grundrahmen mit Vorder- und Hinterachse blieb \u00fcbrig, die mit dem \u201cLangwied\u201d verbunden waren. So war es m\u00f6glich, Langholz &#8211; oft als Bauholz genutzt &#8211; in jeder beliebigen L\u00e4nge zu laden und zu transportieren. Das Holz wurde seitlich durch die \u201cStorren\u201d (hochstehende Eisenst\u00e4be) gesichert und zus\u00e4tzlich mit einer Kette eingebunden, die mit dem \u201cR\u00e4del\u201d und dem \u201cR\u00e4delkettchen\u201d gespannt wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Pfl\u00fcgen und anderen leichten Arbeiten wurde auch der Pflugkarren eingesetzt, ein einachsiger Wagen, der an den Vorderpflug eingeh\u00e4ngt wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Zugtiere f\u00fcr die verschiedenen Gespannarten dienten Pferde, K\u00fche und Ochsen. K\u00fche und Ochsen waren \u00fcberwiegend in kleineren, Pferde in gr\u00f6\u00dferen Bauernh\u00f6fen im Einsatz. Als Zuggeschirr diente beim Rindvieh das Joch, das \u00fcber die Stirn gebunden wurde. Mit je einem Haken versehen, konnten hier die Zugketten eingeh\u00e4ngt werden. Bei den Pferden war es das Kummet, ein mit Leder bespannter, gepolsterter Holzrahmen, der \u00fcber den Hals des Pferdes kam, das ebenfalls mit beidseitigen Zugketten durch den \u201cSielscheit\u201d mit dem zu ziehenden Ger\u00e4t verbunden war. Wurde zweisp\u00e4nnig gefahren, das hei\u00dft mit zwei Zugtieren, kam die \u201cAckerwaage\u201d noch zwischen Sielscheit und das zu ziehenden Ger\u00e4t. Vereinzelt wurde auch das sogenannte \u201cSielegeschirr\u201d eingesetzt, ein aus starken Lederb\u00e4ndern gefertigtes Geschirr, das sich vor den Brustbereich der Pferde spannte. Bei den Zugtieren war es wichtig, da\u00df die Hufe oder Klauen in Ordnung waren. Daraus entwickelte sich der Beruf des Hufschmiedes, der in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden das Horn der Pferdehufe zurechtschnitt und die Hufeisen anbrachte. \u00c4hnlich verfuhr man auch mit den Fuhrk\u00fchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Schlepper l\u00f6ste die Zugtiere ab. In Gersbach kam der erste Ackerschlepper 1949 im landwirtschaftlichen Betrieb von Erwin Weber zum Einsatz. Es folgte ein rasanter Wechsel vom Pferdegespann zum Ackerschlepper. Nach und nach wurden die Schlepper mit M\u00e4hwerk und Hydraulik ausgestattet. Schon in den sechziger Jahren hatte der Schlepper die Acker- und Zugtiere fast v\u00f6llig abgel\u00f6st.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gem\u00e4ht, gezettet, gewendet, geschwadet und aufgeladen: Heuernte in fr\u00fcheren Zeiten<\/p>\n<p>Um in unserer Region die Tiere in den Wintermonaten versorgen zu k\u00f6nnen, mu\u00df f\u00fcr zirka 180 Tage \u201cWinterfutter\u201d bereitstehen,\u00a0 da von November bis in den Mai mit Frost und geringer Vegetation zu rechnen ist. In fr\u00fcheren Jahren wurde zur Winterf\u00fctterung \u00fcberwiegend Heu verwendet. Zur Heuwerbung wurden vor allem Fl\u00e4chen genutzt, die f\u00fcr den Ackerbau nicht geeignet waren, etwa feuchte Lagen, Hanglagen oder enge Taleinschnitte. 1941 wurde in Gersbach rund 140 Hektar Fl\u00e4che zweimal im Jahr abgem\u00e4ht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine besondere Technik war das Bew\u00e4ssern der Wiesen, um die Ertr\u00e4ge zu sichern und zu steigern. Auf der Gersbacher Gemarkung gab es einmal \u00fcber vier Hektar Bew\u00e4sserungswiesen, und zwar im Bereich Gersbachtal, unterhalb des Riegelwieserbrunnens und unterhalb des Knoppbrunnens. Auf diesen Wiesen waren im Abstand von zehn bis 15 Metern, entlang der H\u00f6henlinie, im Hang fast waagerecht verlaufende Gr\u00e4ben angelegt. Sie dienten dazu, im Fr\u00fchjahr aus h\u00f6her gelegenem Ackerland abflie\u00dfendes, n\u00e4hrstoffhaltiges Oberf\u00e4chenwasser abzufangen und m\u00f6glichst gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Fl\u00e4che zu verteilen. In trockenen Jahreszeiten wurde das anfallende Quellwasser zur Bew\u00e4sserung benutzt, um den fehlenden Regen auszer nur noch als extensive Viehweiden genutzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Heuernte war bis zur Einf\u00fchrung der pferdegezogenen M\u00e4hmaschine Handarbeit. Das Gras wurde mit der Sense gem\u00e4ht, mit der Gabel \u201cgezettet\u201d, wenn es dann oben abgetrocknet war, mit dem Rechen gewendet, nach erfolgter Trocknung mit dem Rechen \u201cgeschwadet\u201d und mittels der Heugabel auf den Leiterwagen aufgeladen, um zuhause, ebenfalls mit der Hand, in der Scheune als Rauhfutter f\u00fcr den Winter eingelagert zu werden. Im Hochsommer war dies eine sehr schwei\u00dftreibende Arbeit. Der\u00a0 Durst wurde mit selbst hergestelltem Pfefferminz- oder Himbeerwasser gestillt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit zunehmender Mechanisierung wurde auch die Heuernte erleichtert. Es wurden von Pferden gezogene M\u00e4hmaschinen eingesetzt. Das Wenden erledigten pferdegezogene Gabelheuwender und \u201cgeschwadet\u201d wurde ebenfalls mit pferdegezogenen Heurechen. Das Aufladen erfolgte immer noch von Hand. Zuhause abgeladen wurde mit dem Heuaufzug, der anf\u00e4nglich durch ein Pferd, sp\u00e4ter mit einem Motor, angetrieben wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erst mit Einsatz des Schleppers in Gersbach kam es ab 1949 zu gewaltigen \u00c4nderungen auch in der Heuernte. Zuerst wurde der Schlepper nur als Pferdeersatz mit den gleichen Maschinen verwendet. Bald wurde aber das Zwischenachsm\u00e4hwerk, das heute vom Kreiselm\u00e4hwerk abgel\u00f6st ist, eingef\u00fchrt. Zum Wenden und \u201cSchwaden\u201d wurden zwar kurzzeitig Brandrech- und Schubrechwender sowie die sogenannte \u201cHeuspinne\u201d verwendet, aber heute kommen nur noch Kreiselwender und -schwader zum Einsatz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch im Bereich des Aufladens, Transportierens und Einlagerns vollzog sich ein Wandel. Er begann mit der Nieder- oder Mitteldruckpresse, die das \u201czusammengeschwadete\u201d Heu aufnahm, sammelte, verdichtete und b\u00fcndelte. Es folgte die heute noch teilweise eingesetzte Hochdruckpresse und der Ladewagen, der das Heu aufsammelte und zuhause lose wieder am Heuaufzug ablud, mit dem es in den \u201cHeustall\u201d gezogen wurde. Der Ladewagen wird heute nur noch zur Gr\u00fcnfutterernte benutzt. In j\u00fcngster Zeit kommen Rund- oder Rechteckgro\u00dfballenpressen zum Einsatz. Das so gepresste Heu wird mittels Frontlader oder Heckhydraulik des Schleppers transportiert und oft bis zur Verf\u00fctterung unter einer Folie im Freien gelagert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Paralell zur Heuwerbung verst\u00e4rkte sich, etwa ab 1950, immer mehr die Konservierung des Gr\u00fcnfutters zu Silage, die ein sehr n\u00e4hrstoffhaltiges Winterfutter lieferte. Zwischen 1960 und 1970 wurde die Silage in Hochsilos mit 30 bis 40 Kubikmetern Inhalt von Hand gef\u00fcllt. Das Silierverfahren verlagerte sich immer mehr zu sogenannten \u201cFahrsilos\u201d, worunter Silos ohne feste Bodenplatte und Seitenw\u00e4nde zu verstehen sind. Hier wird das Gr\u00fcnfutter auf einen \u201cHaufen\u201d zusammengefahren und gewalzt, dann wird es mit einer Folie luftdicht abgedeckt, damit es g\u00e4ren kann. Neuerdings werden mit der Rundballenpresse Silageballen hergestellt, die mit der Folie eingewickelt sind, so dass sie auch im Winter bis zur Verf\u00fctterung auf dem Feld gelagert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Getreideanbau: Von Dreschflegel, Lokomobil und M\u00e4hdrescher<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Gersbach wurden \u00fcberwiegend\u00a0 Roggen, Hafer, Weizen und etwas Gerste angebaut.<\/p>\n<p>Die \u00c4cker wurden ehemals mit dem Holzpflug gepfl\u00fcgt und zur Saatzeit im Fr\u00fchjahr und im Herbst mit einer aus Holz gefertigten Egge saatfertig gemacht. Danach schritt der Landwirt mit umgeh\u00e4ngtem S\u00e4sack \u00fcber das Feld und verteilte die Getreidek\u00f6rner m\u00f6glichst gleichm\u00e4\u00dfig. Anschlie\u00dfend wurde das Getreide mit der Egge in den Boden eingearbeitet. Aufkeimendes Unkraut, insbesondere Disteln, wurde mit dem &#8222;Distelstecher&#8220; entfernt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Getreideernte war eine m\u00fchsame Handarbeit: Das Getreide wurde mit der Sense abgem\u00e4ht, nachfolgend von Frauen mit Sicheln \u201cabgenommen\u201d, also vom Schwad zum Bunde zusammengetragen, mit Strohseilen eingebunden und zu \u201cKasten\u201d zum Nachreifen und zum Trocknen aufgestellt. Eine Erleichterung brachte die M\u00e4hmaschine, mit der das Getreide \u201cgeklekt\u201d wurde. Immer noch mu\u00dfte es aber danach mit der Hand gebunden werden, bis der 1937\/38 eingef\u00fchrte pferdegezogene Bindem\u00e4her auch diese Arbeit leichter machte. Mit dem Leiterwagen wurde das getrocknete Getreide in die Scheune gefahren und im Winter mit dem Dreschflegel gedroschen. Durch ein Sieb und die handbetriebene Windm\u00fchle sind Spreu und Strohreste von den K\u00f6rnern getrennt worden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einigen Betrieben war auch ein von Pferden oder K\u00fchen angetriebenes G\u00f6ppelwerk im Einsatz, das wiederum die Windm\u00fchle oder die Dreschmaschine laufen lie\u00df. In Gersbach hatte zun\u00e4chst ab etwa 1880 der landwirtschaftliche Betrieb Heinrich Weber am Matzenberg ein solches G\u00f6ppelwerk, sp\u00e4ter waren auch die Bauernh\u00f6fe Friedrich Weber und Jakob Ziliox damit ausgestattet. Eventuell hatten auch weitere Landwirte im Unterdorf eine solche Einrichtung in Betrieb. Dabei handelte es sich um ein im Freien installiertes Zahnr\u00e4derwerk, das von im Kreis laufenden Pferden oder K\u00fchen bewegt wurde. \u00dcber eine in die Scheune reichende Welle wurden die Transmissionsriemen angetrieben, die Wind-, Schrot, R\u00fcbenm\u00fchle und H\u00e4ckselwerk in Bewegung setzten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einige gr\u00f6\u00dfere Bauern waren bereits bei der Dreschgenossenschaft im Winzeln Mitglied. Sie hatte einen Dampfkessel, ein sogenanntes \u201cLokomobil\u201d, f\u00fcr den Antrieb der Dreschmaschine angeschafft. Mit bis zu acht Pferden wurde der Kessel von einem Betrieb zum anderen gezogen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Gersbach wurde 1936 eine Dreschmaschine, Fabrikat Lanz, von der inzwischen ebenfalls gegr\u00fcndeten \u00f6rtlichen Dreschgenossenschaft eingesetzt, die von einem 34-PS-Lanz-Bulldog von Betrieb zu Betrieb gebracht wurde. Sie wurde 1941 von einer Dreschmaschine der Firma Dechenreiter, einem sogenannten \u201cLuftsortierer\u201d, mit fahrbarem Elektromotorwagen abgel\u00f6st. F\u00fcr den Stromanschlu\u00df von der Oberleitung (Freileitung) war an den verschiedenen Aufstellungsorten der Dreschmaschine Elektromeister Philipp Becker verantwortlich. Sp\u00e4ter wurde diese Arbeit vom Dreschmaschinenf\u00fchrer selbst ausgef\u00fchrt. Weil diese Elektroanschlu\u00dfart gef\u00e4hrlich war, wurden in verschiedenen Betrieben in den sechziger Jahren auch 380-Volt-Steckdosen gesetzt, was mehr Sicherheit brachte. Die dritte und gleichzeitig letzte Gersbacher Dreschmaschine stammte von der Firma Werle und war mit einer sogenannten \u201cZylindersortierung\u201d, die das Getreide besonders gut vom Spreu reinigte, ausgestattet. Sie war schon kompakt gebaut, der Antrieb war direkt auf der Maschine installiert. Der letzte Maschinenf\u00fchrer Ludwig Kiefer hatte sie bis 1966 in Betrieb. Danach l\u00f6ste sich die Dreschgenossenschaft auf und die Maschine wurde auf dem Schuttplatz, dem heutigen Bolzplatz, einge\u00e4schert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den Wintermonaten, wenn die Feldarbeit erledigt war, wurde \u201cmaschint\u201d. Die Dreschmaschine wurde von Betrieb zu Betrieb gezogen, beim \u201cMaschinen\u201d halfen sich die Landwirte gegenseitig, weil f\u00fcr das Dreschen besonders viele Hilfskr\u00e4fte notwendig waren. Die gebundenen Getreidegarben wurden vom \u201cStock\u201d auf die Dreschmaschine gegabelt (zwei bis drei Personen). Auf der Dreschmaschine wurden die Getreidegarben in den Dreschkorb eingelegt (ein bis zwei Personen). Das anfallende Stroh wurde von der angebauten Strohpresse geb\u00fcndelt und wieder in der Scheune gestapelt und oftmals mit dem Rollenseil bis hoch in den Scheunenfirst gezogen (drei bis f\u00fcnf Personen). Bei den \u00e4lteren Maschinen mu\u00dfte die Spreu, die als Viehfutter diente, mit dem Spreutuch auf die Spreukammer geschafft werden (ein bis zwei Personen). Bei den neueren Dreschmaschinen wurde die Spreu \u00fcber ein Gebl\u00e4se dorthin bef\u00f6rdert. Die anfallenden Getreidek\u00f6rner wurden an der Dreschmaschine vorgereinigt und meist in Zwei-Zentner-S\u00e4cke (ein Doppelzentner) abgef\u00fcllt. Zum Abf\u00fcllen und Wegtragen des Getreides waren ebenfalls zwei bis drei M\u00e4nner notwendig, da das Getreide zum Zwischenlagern meist auf den obersten Boden des Hausspeichers \u00fcber mehrere Treppen getragen werden musste. F\u00fcr die Bauersfrau der Betriebe, in denen \u201cmaschint\u201d, also gedroschen, wurde, galt es etwa zehn bis 15 Helfer zu verk\u00f6stigen. Da es oft auch staubig war, machte zwischendurch auch einmal die Schnapsflasche bei der Arbeit die Runde, um den Staub \u201chinunterzusp\u00fclen\u201d.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einen gro\u00dfen Wandel in der Getreideernte brachte die Einf\u00fchrung des M\u00e4hdreschers, der in immer wieder verbesserter Ausf\u00fchrung bis heute im Einsatz ist. Den ersten M\u00e4hdrescher in Gersbach kaufte Erwin Weber im Jahr 1960. Durch den M\u00e4hdrescher ist es m\u00f6glich geworden, das Getreide ohne gro\u00dfen Arbeitsaufwand direkt auf dem Feld zu dreschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Genau wie die Getreideernte hat sich auch die Verwertung des Getreides gewandelt. Die meisten Familien im Ort bauten Getreide an, meist in sehr geringem Umfang. Sie lie\u00dfen ihr Getreide in einer nahegelegenen M\u00fchle mahlen. Das daraus gewonnene Mehl wurde in den eigenen Back\u00f6fen &#8211; noch heute erinnern sich \u00e4ltere Gersbacher an rund 30 Back\u00f6fen auf den Bauernh\u00f6fen im Dorf &#8211; f\u00fcr den Eigenbedarf zu Brot gebacken. Der Beruf des B\u00e4ckers hat sp\u00e4ter diese Arbeit mehr und mehr \u00fcbernommen. Das zum Verzehr abgeholte Brot wurde vom B\u00e4cker ins \u201cBrotb\u00fcchlein\u201d eingetragen und gegen das zuvor abgelieferte Mehl verrechnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vom \u201cGrumbiereschnaps\u201d und dem Kartoffelk\u00e4fer<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kartoffel wurde in Preu\u00dfen Mitte des 18. Jahrhunderts durch Friedrich den Gro\u00dfen eingef\u00fchrt. Ihr Anbau hat sich auch bei uns, besonders auf den sandigen B\u00f6den im Hangbereich, durchgesetzt. 1941 wurden in Gersbach auf 62,75 Hektar Ackerboden Kartoffeln angebaut. Die im Sp\u00e4tsommer und Herbst geernteten Kartoffelknollen sind ern\u00e4herungsphysiologisch sehr wertvoll, da sie neben einem durchschnittlichen St\u00e4rkegehalt von 17 bis 18 Prozent auch wertvolle Eiwei\u00dfstoffe enthalten. Daher spielte die Kartoffel auch bei unseren Vorfahren zur Nahrungssicherung eine wichtige Rolle. Es wurden fr\u00fcher zu allen Mahlzeiten Kartoffeln in verschiedenster Zubereitung gegessen. Fleisch und Wurst gab es nur wenig, und wenn schon, dann nur zu besonderen Anl\u00e4ssen. Gleichzeitig war die Kartoffel in der Schweinemast ein wertvolles und wichtiges Futtermittel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Gersbach wurde auch in zwei Brennereien, bei Brendel &#8211; das Brennhaus steht noch heute unterhalb der B\u00e4ckerei M\u00fcller &#8211; und bei D\u00e4ther &#8211; heute ist an dieser Stelle der Wohnhausbereich von Friedrich Emmer zu finden -, aus dem St\u00e4rkemehl der Kartoffel durch Zusatz von Malz und Hefe Kartoffelbranntwein, der \u201cGrumbiereschnaps\u201d, hergestellt. Dar\u00fcberhinaus brannten beide auch Obstschnaps.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Kartoffelanbau war in fr\u00fcheren Zeiten besonders arbeitsaufwendig und m\u00fchsam. Auf die abgeernteten Getreidefelder, die f\u00fcr das Folgejahr zum Kartoffelanbau vorgesehen waren, wurde der angefallene Stallmist aufgebracht. Dieser musste vom Misthaufen mit der Mistgabel auf den Kastenwagen geladen werden. Damit kein Mist verloren ging, wurde der fertig geladene Wagen \u201cabgepl\u00e4tscht\u201d. Im Feld wurde der Mist mit dem \u201cMistgroben\u201d vom Wagen gezogen und auf kleine Haufen verteilt. Das anschlie\u00dfende Verteilen, das \u201cMistspr\u00e4ten\u201d, war eine k\u00f6rperlich besonders schwere Arbeit. Diese T\u00e4tigkeiten werden heute alle mechanisch, meist durch Frontlader und Stalldungstreuer, durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Mechanisierung im Kartoffelanbau selbst verlief in Gersbach nicht so durchschlagend wie in anderen Orten: Lange Zeit wurden die Kartoffeln von Hand in jede zweite Pflugfurche eingelegt. Davor wurden die im Donaumoos und in Norddeutschland gez\u00fcchteten Saatkartoffeln, die sehr teuer waren, geschnitten; das hei\u00dft, die Kartoffeln wurden so geteilt, dass in jeder H\u00e4lfte ein Auge zum Austreiben \u00fcbrig blieb. So war es m\u00f6glich, mehr Fl\u00e4che mit dem gleichen Saatgut zu bestellen.<\/p>\n<p>Auf den Kartoffel\u00e4ckern war es notwendig, wie auch beim R\u00fcbenanbau, durch m\u00fchsame Handarbeit den Acker vom Unkraut freizuhalten. Bevor das Kartoffelkraut die Reihen schloss,\u00a0 wurden die Kartoffelst\u00f6cke mit dem Kartoffelh\u00e4ufler angeh\u00e4ufelt.\u00a0 Eine gro\u00dfe Plage stellte der Kartoffelk\u00e4fer dar. Bevor eine chemische Bek\u00e4mpfung m\u00f6glich war, mussten die K\u00e4fer von Hand &#8211; oft von Schulkindern &#8211; abgelesen werden. Sp\u00e4ter wurde mittels eines auf dem R\u00fccken getragenen St\u00e4ubeger\u00e4tes ein Bek\u00e4mpfungspulver gespr\u00fcht. Heute werden zur Unkrautbek\u00e4mpfung, zur Bek\u00e4mpfung des Kartoffelk\u00e4fers und der Krautf\u00e4ule chemische Mittel eingesetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kartoffelernte war vor Einf\u00fchrung des Kartoffelroders eine harte Arbeit, wozu auch oft Tagel\u00f6hner eingesetzt wurden. Die Kartoffelknollen mussten\u00a0 mit der \u201cKarst\u201d ausgehackt werden. Erst der pferdegezogene Kartoffelroder, die \u201cGrumbierehex`\u201d, brachte eine Erleichterung. In Gersbach waren auch an Schlepper angebaute, \u00fcber die Zapfwelle angetriebene Kartoffelroder im Einsatz. Kartoffelvollernter konnten im Ort wegen der wenig siebf\u00e4higen und oft sehr mit Steinen \u00fcbers\u00e4ten B\u00f6den nicht eingesetzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einst wurden die Kartofeln mit der Hand in den \u201cGrumbierekorb\u201d gelesen. Der Kartoffelkorb war aus Weide geflochten und fasste zirka 15 bis 18 Kilogramm Kartoffeln. War er voll, wurde er in einen etwa 50 Kilogramm fassenden Jutesack entleert. Abends wurden diese S\u00e4cke zugebunden, aufgeladen und heimgefahren. Da die Kartoffel\u00e4cker manchmal weit vom Dorf entfernt angelegt waren und man nicht so mobil wie heute war, nahm man das Essen f\u00fcr den ganzen Tag mit auf das Feld oder es wurde gebracht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zuhause wurden in fr\u00fcheren Zeiten die Kartoffeln im Kartoffelkeller des Wohnhauses eingelagert, durch Hinablassen \u00fcber die \u201cHorde\u201d durch das Kellerfenster. Es ist auch bekannt, da\u00df in \u00e4lteren H\u00e4usern im Wohnbereich in dem Zimmer \u00fcber dem Kartoffelkeller eine \u00d6ffnung mit einem Holzdeckel vorhanden war, durch die die Kartoffeln eingebracht wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Sp\u00e4therbst wurden die Kartoffeln ausgelesen. Die gro\u00dfen, einwandfreien Knollen kamen zum Verkauf nach Pirmasens. Es gab Gersbacher Bauernfamilien, die 400 bis 500 Kilogramm Kartoffeln eingekellert hatten. Die kleineren Kartoffeln wurden, nachdem sie gekocht waren, an die Schweine verf\u00fcttert. Ein kleiner Teil der besonders guten Sorten wurde als Saatkartoffeln f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr aufgehoben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Futterr\u00fcben in den \u201cRummelschl\u00e4ck\u201d<\/p>\n<p>Wie die Statistik zeigt, wurden in Gersbach fr\u00fcher viele Futterr\u00fcben angebaut. Die meisten Jungpflanzen wurden im Hausgarten vorgezogen, bis die Pflanzen etwa 20 Zentimeter gro\u00df waren. Bei gutem \u201cSetzwetter\u201d &#8211; tr\u00fcb bis regnerisch &#8211; wurden die Pflanzen im Garten ausgemacht, in Wannen gesetzt und aufs Feld gebracht. Dort verteilten oft Jugendliche die R\u00fcbenpfl\u00e4nzchen in die einzelnen Reihen. Die Frauen setzten sie anschlie\u00dfend in einem Abstand von 30 bis 40 Zentimetern. Das Feld mu\u00dfte vorher mit Mist oder durch das \u201cPferchen\u201d mit Schafen ged\u00fcngt sein. Bei eintretender Trockenheit wurden die einzelnen Pfl\u00e4nzchen mit der Gie\u00dfkanne gew\u00e4ssert. Um etwas rationeller zu arbeiten, wurden die R\u00fcbensamenk\u00f6rner direkt in den vorbereiteten Acker in die Reihen ges\u00e4t. Die Jungpflanzen mu\u00dften dann vereinzelt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit den R\u00fcben wuchs auch das Unkraut, das von Hand gej\u00e4tet wurde. Mit dem \u201cKratzer\u201d, einem mit kleinen Scharen best\u00fccktem Ger\u00e4t, das von einem Pferd gezogen wurde, fuhr man durch die Reihen. Zwischen den Reihen und unmittelbar an den R\u00fcbenpflanzen mu\u00dfte von Hand mit der R\u00fcbenhacke das Unkraut entfernt und der Boden gelockert werden. F\u00fcr diese zeitaufwendige und k\u00f6rperlich harte Arbeit wurden oftmals Tagel\u00f6hner besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die R\u00fcbe, ein Nachtschattengew\u00e4chs, belie\u00df man im Herbst m\u00f6glichst lange auf dem Feld, um hohe Ertr\u00e4ge zu erzielen. Dadurch war es bei der R\u00fcbenernte oft schon na\u00dfkalt. Zur Verwertung als Viehfutter wurden die R\u00fcben \u201cgegrutzelt\u201d, das hei\u00dft mit der R\u00fcbenm\u00fchle zerkleinert und mit der Spreu des Getreides vermengt. Als Futtervorrat wurden die R\u00fcben manchmal auf dem Feld in sogenannte \u201cRummelschl\u00e4ck\u201d, R\u00fcbenmieten, eingelagert. Dazu wurden die R\u00fcben am Rande des Ackers auf einen Haufen zusammengefahren und mit Stroh und Erde abgedeckt. Im Winter wurden die R\u00fcben dann nach und nach auf den Hof geholt. In Gersbach hat die Gemeinde in fr\u00fcheren Zeiten den Landwirten eigens Fl\u00e4chen f\u00fcr R\u00fcbenmieten an der Hut zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das \u201cMillichheisl\u201d im \u201cG\u00e4wweleck\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde fast in jedem Haushalt in Gersbach Milchvieh gehalten, \u00fcberwiegend K\u00fche, aber auch Ziegen und Schafe. Jede Familie war damit mit Frischmilch versorgt, konnte aber auch ihren eigenen Butter und K\u00e4se herstellen. Gemolken wurde damals noch per Hand, erst in den sechziger Jahren verbreitete sich immer mehr die Melkmaschine.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit zunehmender Milchleistungssteigerung versuchten die Landwirte, ihre \u00fcbersch\u00fcssige Milch und die daraus hergestellten Milchprodukte in Pirmasens zu verkaufen. Zuerst fuhren die Gersbacher Bauern von Haus zu Haus und boten ihre Produkte an. Anfang der drei\u00dfiger Jahre wurde in Pirmasens eine genossenschaftliche Molkerei gebaut. Damit einhergehend wurde auch in Gersbach das \u201cMillichheisl\u201d, die Milchsammelstelle, im \u201cG\u00e4wweleck\u201d errichtet. Die Landwirte lieferten morgens und abends dort ihre Milch ab. Die angelieferte Menge wurde in dem H\u00e4uschen festgestellt, der Fettgehalt und die Reinlichkeit \u00fcberpr\u00fcft. In 40-Liter-Kannen abgef\u00fcllt, wurde die Milch jeden Morgen mit einem Lastwagen zur Molkerei nach Pirmasens zur Weiterverarbeitung und zum Weiterverkauf gebracht. Zur\u00fcckgeliefert wurden Butter, Schichtk\u00e4se und Sahne, sowie Butter- und Magermilch als Viehfutter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Januar 1948 wurde in Gersbach von 51 Kuhhaltern mit 186 K\u00fchen 9.211 Liter Milch an die Molkerei abgeliefert. Nur 31 Jahre sp\u00e4ter wurde das Milchh\u00e4uschen schon wieder geschlossen und die Genossenschaft aufgel\u00f6st. Die Milch wird seit diesem Zeitpunkt in sogenannten \u201cHofbeh\u00e4ltern\u201d gesammelt und gek\u00fchlt und in den einzelnen Betrieben abgeholt. Die Milcherzeugung ist auch in Gersbach immer weiter zur\u00fcckgegangen: Heute wird nur noch in zwei landwirtschaftlichen Betrieben\u00a0 Milch f\u00fcr die Molkerei erzeugt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Obst aus Gersbach: Als es noch 118 Reneklodenb\u00e4ume gab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch der Obstbau hatte in fr\u00fcheren Jahren in Gersbach eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr die Nahrungssicherung. Au\u00dfer dem Frischverzehr des Obstes wurde Apfelwein und -saft hergestellt. Am wichtigsten war f\u00fcr die meisten Familien aber die Konservierung der verschiedenen Obstsorten, damit sie auch im Winter Obst essen konnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Obstbaumz\u00e4hlung aus dem Jahr 1951 zeigt, wieviel ertragsf\u00e4hige Obstb\u00e4ume in Gersbach gepflanzt waren:<\/p>\n<p>811 Apfelb\u00e4ume:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 508 Hochst\u00e4mme<\/p>\n<p>120 Halb- und Viertelst\u00e4mme<\/p>\n<p>183 Buschb\u00e4ume<\/p>\n<p>666 Birnb\u00e4ume:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 534 Hochst\u00e4mme<\/p>\n<p>77 Halb- und Viertelst\u00e4mme<\/p>\n<p>55 Buschb\u00e4ume<\/p>\n<p>9 Quittenb\u00e4ume<\/p>\n<p>208 S\u00fc\u00dfkirschenb\u00e4ume<\/p>\n<p>30 Sauerkirschen-\/Halbsauerkirschenb\u00e4ume<\/p>\n<p>811 Pflaumen- und Zwetschgenb\u00e4ume<\/p>\n<p>171 Mirabellenb\u00e4ume<\/p>\n<p>118 Reneklodenb\u00e4ume<\/p>\n<p>2 Aprikosenb\u00e4ume<\/p>\n<p>11 Pfirsischb\u00e4ume<\/p>\n<p>63 Walnu\u00dfb\u00e4ume<\/p>\n<p>726 rote und wei\u00dfe Johannisbeerstr\u00e4ucher<\/p>\n<p>14 schwarze Johannisbeerstr\u00e4ucher<\/p>\n<p>254 Stachelbeerstr\u00e4ucher<\/p>\n<p>21 Quadratmeter Himbeeren<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung im Obstbau erfolgte durch eine sogenannte \u201cSpritzkolonne\u201d, die nach einer Z\u00e4hlliste mit den einzelnen Besitzern abrechnete<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gersbacher Landwirtschaft in Zahlen und Fakten<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Statistiken aus fr\u00fcheren Jahren machen besonders deutlich, wie wichtig die eigene Nahrungsmittelproduktion in Gersbach einst war:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Viehz\u00e4hlung in Gersbach (bei der amtlichen Erhebung angegeben)<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tierart\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 St\u00fcck 1936\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 St\u00fcck 1946\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 St\u00fcck 1994<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pferde \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 107 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 92 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 15<\/p>\n<p>Rindvieh \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0485 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 366 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 229<\/p>\n<p>Schafe \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 3 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 45 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 21<\/p>\n<p>Schweine \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0363 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 110 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 15<\/p>\n<p>Ziegen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 13 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 19 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211;<\/p>\n<p>Kaninchen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 199 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 &#8211;<\/p>\n<p>H\u00fchner \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 1.557 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 1.193 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211;<\/p>\n<p>G\u00e4nse \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 28 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 95 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Im Januar 1948 wurde in Gersbach von 51 Kuhhaltern mit 186 K\u00fchen 9.211 Liter Milch an die Molkerei abgeliefert. Nur 31 Jahre sp\u00e4ter wurde das Milchh\u00e4uschen schon wieder geschlossen und die Genossenschaft aufgel\u00f6st. Die Milch wird seit diesem Zeitpunkt in sogenannten \u201cHofbeh\u00e4ltern\u201d gesammelt und gek\u00fchlt und in den einzelnen Betrieben abgeholt. Die Milcherzeugung ist auch in Gersbach immer weiter zur\u00fcckgegangen: Heute wird nur noch in zwei landwirtschaftlichen Betrieben\u00a0 Milch f\u00fcr die Molkerei erzeug\/ptp.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211;<\/p>\n<p>Enten \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 2 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 18 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211;<\/p>\n<p>Truth\u00fchner \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 3 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 7 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211;<\/p>\n<p>Zwergh\u00fchner \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 33 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211;<\/p>\n<p>Bienenst\u00f6cke \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 21 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 &#8211;<\/p>\n<p>1945 gab es 45 viehhaltende landwirtschaftliche Betriebe in Gersbach<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Hausschlachtungen<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Dezember 1934 wurden in Gersbach 16 Hausschlachtungen gemacht<\/p>\n<p>Im Januar 1935 wurden in Gersbach 9 Hausschlachtungen gemacht<\/p>\n<p>Im Februar 1935 wurden in Gersbach 7 Hausschlachtungen gemacht<\/p>\n<p>Im November 1935 wurden in Gersbach 22 Hausschlachtungen gemacht<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Gersbacher Landwirtschaft 1941<\/li>\n<\/ol>\n<p>(64 Betriebserhebungsb\u00f6gen von Betrieben, die mehr als 0,5 Hektar Land bewirtschafteten)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gesamtfl\u00e4che:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 559,52 Hektar<\/p>\n<p>Ackerland\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 299,04 Hektar<\/p>\n<p>Gartenland\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a06,92 Hektar<\/p>\n<p>Ziergarten\/Rasen\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a00,11 Hektar<\/p>\n<p>Obstanlagen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 0,16 Hektar<\/p>\n<p>Wiesen (ohne Bew\u00e4sserung)<\/p>\n<p>&#8211; mit einem Schnitt \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 0,61 Hektar<\/p>\n<p>&#8211; mit zwei Schnitten \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 139,40 Hektar<\/p>\n<p>Bew\u00e4sserungswiesen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 4,10 Hektar<\/p>\n<p>Streuwiesen<\/p>\n<p>(nur zur Streugewinnung) \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a00,88 Hektar<\/p>\n<p>Viehweiden (gute Kuhweiden) \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 1,22 Hektar<\/p>\n<p>Forsten und Holzungen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 52,81 Hektar<\/p>\n<p>\u00d6d- und Unland<\/p>\n<p>(Steinbr\u00fcche, Schutthalden, etc) \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a013,34 Hektar<\/p>\n<p>Wege \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a029,63 Hektar<\/p>\n<p>Friedh\u00f6fe \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 0,12 Hektar<\/p>\n<p>Gew\u00e4sser \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 1,00 Hektar<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Angebaut wurden 1941:<\/p>\n<p>Winterroggen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 56,57 Hektar<\/p>\n<p>Sommerroggen \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 3,52 Hektar<\/p>\n<p>Winterweizen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 19,22 Hektar<\/p>\n<p>Spelz (Dinkel), Emmer u. Einkorn \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211;<\/p>\n<p>Sommerweizen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 2,90 Hektar<\/p>\n<p>Wintergerste \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 4,58 Hektar<\/p>\n<p>Sommergerste \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 13,21 Hektar<\/p>\n<p>Hafer\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 65,04 Hektar<\/p>\n<p>Wintermenggetreide (gemischter<\/p>\n<p>Anbau verschiedener Arten) \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 3,99 Hektar<\/p>\n<p>Sommermenggetreide \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 1,06 Hektar<\/p>\n<p>Futtererbsen (zum Ausreifen bestimmt) \u00a0 \u00a0\u00a0 2,00 Hektar<\/p>\n<p>Wicken (zur K\u00f6rnergewinnung)\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 0,37 Hektar<\/p>\n<p>Mischfrucht (Getreide mit H\u00fclsenfrucht) \u00a0 \u00a0\u00a0 0,13 Hektar<\/p>\n<p>Fr\u00fchkartoffeln (Kartoffeln, die in der<\/p>\n<p>regel vor dem Getreide geerntet wird) \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 3,89 Hektar<\/p>\n<p>Sp\u00e4tkartoffeln (mit den september-<\/p>\n<p>reifen, mittelfr\u00fchen Kartoffeln) \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a058,86 Hektar<\/p>\n<p>Futterr\u00fcben\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 23,63 Hektar<\/p>\n<p>Futterkohl (Markstammkohl, etc)\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 0,25 Hektar<\/p>\n<p>Tobinambur\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 0,13 Hektar<\/p>\n<p>Gem\u00fcse und Gartengew\u00e4chse im \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 0,13 Hektar<\/p>\n<p>feldm\u00e4\u00dfigen Anbau<\/p>\n<p>R\u00fcbsen (zum Ausreifen bestimmt) \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a00,25 Hektar<\/p>\n<p>Rotklee in Reinsaat \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a012,55 Hektar<\/p>\n<p>Schwedenklee in Reinsaat \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a00,25 Hektar<\/p>\n<p>Kleegras (Mischklee und Gras) \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 10,52 Hektar<\/p>\n<p>Ackerwiese \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a01,43 Hektar<\/p>\n<p>Klee (gemischter Anbau)\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a00,64 Hektar<\/p>\n<p>Gr\u00fcnmais (f\u00fcr Gr\u00fcn- und G\u00e4rfutter) \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 2,20 Hektar<\/p>\n<p>Wicken (f\u00fcr Gr\u00fcn- und G\u00e4rfutter) \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a03,19 Hektar<\/p>\n<p>Sonstige H\u00fclsenfr\u00fcchte (wie oben) \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a03,61 Hektar<\/p>\n<p>Andere Futterpflanzen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 0,57 Hektar<\/p>\n<p>Zum Unterpfl\u00fcgen (Gr\u00fcnd\u00fcngung)<\/p>\n<p>bestimmte Hauptfr\u00fcchte wie<\/p>\n<p>Bitterlupine, Winkengemenge, Senf,<\/p>\n<p>Serradella, usw. \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 0,50 Hektar<\/p>\n<p>Brache \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 3,85 Hektar<\/p>\n<p>Ackerland insgesamt: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 299,04 Hektar<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nur noch drei Prozent der Gersbacher arbeiten heute in der Landwirtschaft<\/p>\n<p>Die Bedeutung der Landwirtschaft hat sich gewandelt: Um 1950 war noch mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung in Gersbach in der Landwirtschaft t\u00e4tig, heute sind es noch knapp drei Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Landwirtschaft noch notwendig, um die Nahrungsversorgung sicherzustellen. Heute, nachdem in der Europ\u00e4ischen Union l\u00e4ngst eine \u00dcberschussproduktion\u00a0 erreicht ist, gleichzeitig Nahrungsmittel aus aller Welt importiert werden, verliert unsere Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung. Gerade in der Westpfalz, in einer Mittelgebirgsregion mit schwierigen Bedingungen, geben immer mehr Landwirte auf und schlie\u00dfen ihre Betriebe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dadurch bedingt haben auch viele die Landwirtschaft betreffende Organisationen und Institutionen ihren Betrieb einstellen m\u00fcssen: Die Landwirtschaftsschule Pirmasens, die 1922 ihren Betrieb aufgenommen hatte, muaate schon nach dem Ende des Wintersemesters 1966\/67 ihre Pforten schlie\u00dfen &#8211; ich war einer ihrer letzten Sch\u00fcler. Auch die landwirtschaftliche Beratungsstelle wurde in dieser Zeit nach Zweibr\u00fccken verlegt, wo sie aber inzwischen ebenfalls geschlossen wurde. Unsere Landwirte m\u00fcssen jetzt zur Beratung nach Kaiserslautern fahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute wollen junge Leute nicht mehr \u201cBauer\u201d &#8211; Landwirt &#8211; werden, weil das Einkommen in diesem Beruf recht gering ist. Die landwirtschaftlichen Produkte erzielen heute noch den gleichen Preis wie vor Jahren, die Kosten, etwa f\u00fcr D\u00fcnge- oder Pflanzenschutzmittel und Ger\u00e4te, sind jedoch st\u00e4ndig gestiegen. Auch f\u00fcr Gersbach hat diese Entwicklung in den vergangenen Jahren bedeutet, da\u00df viele Landwirte aufgegeben haben, entweder weil eine andere Arbeit profitabler war oder sie im Alter keinen Nachfolger fanden, da ihre Kinder sich nicht mehr f\u00fcr die Landwirtschaft interessierten: Nur ein Vollerwerbs- und elf Nebenerwerbsbetriebe gibt es heute noch im fr\u00fcheren \u201cDorf der Ackerer&#8230;\u201d<\/p>\n<p>nbsp;<\/p>\n<p>pSerradella, usw. \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 0,50 Hektar<\/p>\n<p>Sommerweizen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 2,90 Hektar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 09 &nbsp; Landwirtschaft in Gersbach &nbsp; Von Arno Schmitt &nbsp; \u201cGersbach, das Dorf der Ackerer und Weber\u201d &#8211; der Name macht es schon deutlich: Landwirtschaft hat in dem Pirmasenser <span class=\"readmore\"><a href=\"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/?page_id=124\">Weiterlesen\u00a0\u2026<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":15,"menu_order":11,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"_mc_calendar":[],"footnotes":""},"class_list":["post-124","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/P7TYLF-20","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=124"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/124\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":176,"href":"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/124\/revisions\/176"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/15"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ps-gersbach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}